„Nun ist auch der II. Weltkrieg 1939-1945 beendet. Die vielen Opfer sollen hier ihr vorläufiges Denkmal finden.“

So schrieb es Frieda Lorenzen 1947 in "Geschichte der Gemeinde Klamp". Frieda Lorenzen war Lehrerin und
zeitweise Schulleiterin in der Schule Wentorf von September 1939 bis Mai 1945.


Rönfeldholz


Geboren 15.03.1914, gestorben 25.08.1941
Christian Haß wurde 27 Jahre alt.
(Sohn vom Händler Haß)

Geboren 12.11.1921, gestorben 02.11.1941
Karl Haß wurde 19 Jahre alt.
(Sohn vom Händler Haß)

Geboren 13.01.1915, gestorben 15.10.1943
Franz Möller wurde 28 Jahre alt.
(Sohn vom Bauernvogt Heinrich Möller)

Geboren 02.05.1917, gestorben 02.10.1946
Heinrich Möller wurde 29 Jahre alt.
(Sohn vom Bauernvogt Heinrich Möller)

Geboren 21.01.1920, gestorben in Russland
Hermann Boll
(Onkel von Brigitte)

Geboren 08.09.1914, gestorben 30.05.1942
Ernst Beck wurde 24 Jahre alt.
(Bruder von Hans Beck)

Geboren 18.08.1924, gestorben 28.04.1943
Hermann Jipp wurde 18 Jahre alt.
(Sohn vom Vogt W. Jipp)

Geboren 10.12.1920, gestorben 01.01.1944
Werner Kahl wurde 23 Jahre alt.

Geboren 21.10.1924, gestorben 22.09.1947
Reinhold Kahl 22 wurde Jahre alt.

Geboren 21.02.1918, gestorben 15.07.1942
Heinrich Rönfeldt wurde 24 Jahre alt.

Geboren 21.10.1917, gestorben 21.01.1944
Hans Rönfeldt wurde 26 Jahre alt.

Geboren 17.08.1915, gestorben 29.12.1941
Heinrich Haß wurde 26 Jahre alt.


Wentorf


Geboren 02.10.1911, gestorben 24.05.1942
Heinrich Schneider wurde 30 Jahre alt.
(Bruder von Wilhelm Schneider)

Geboren 05.04.1923, gestorben 21.08.1942
Richard Voß wurde 19 Jahre alt.
(Sohn von H. Voß)

Geboren 01.08.1918, gestorben 09.12.1942
Friedrich Knisky wurde 24 Jahre alt.

Geboren 21.02.1905, gestorben 23.02.1942
Heinrich Ehrk (gen. Meyer) wurde 37 Jahre alt.

Geboren 18.02.1906, gestorben 20.02.1945
Gustav Lilienthal wurde 39 Jahre alt.

 


Vogelsdorf


Geboren 11.07.1917, gestorben 04.09.1941
Heinrich Schlichting wurde 24 Jahre alt.

Geboren 21.01.1918, gestorben 15.04.1943
Hans Kay wurde 25 Jahre alt.
(Bruder von Karl Kay)

Geboren 05.07.1914, gestorben 01.09.1941
Heinrich Petersen wurde 27 Jahre alt.
(Bruder von Karl Petersen)

Geboren 14.05.1910, gestorben 11.06.1940
Otto Schütt wurde 30 Jahre alt.

Geboren 17.03.1897, gestorben 26.07.1944
August Kay wurde 47 Jahre alt.
(Ehemann von Marie Kay)

Geboren 07.05.1912, gestorben 21.09.1941
Ewald Meister wurde 29 Jahre alt.


Klamp


Geboren 14.07.1908, gestorben 07.07.1945
Hermann Dralle wurde 37 Jahre alt.

 


Liste ohne Fotos


Namegeborengestorben
Heinrich Bohnhoff15.03.191515.04.1943
Adolf Boll21.01.192028.01.1943
Wilhelm Dohrmann11.05.190122.03.1945
Otto Dohrmann26.12.190213.06.1943
Gustav DohrmannJuli 1944
Karl Ehrk03.08.190629.100.1944
Gustav Frahm15.04.190307.06.1945
Otto Ehlers27.09.192107.01.1945
Walter Jipp1945
Willi Lorenzen10.12.190421.08.1944
Adolf Peterson14.02.191308.04.1942
Gustav Rosenthal05.03.191527.02.1944
Wilhelm Schuldt16.11.191915.08.1941
Arthur Schuldt25.07.192116.09.1944
Wilhelm Petersenvermisst
Bruno Jippvermisst
Wilhelm Hempelvermisst
Friedrich Riechersvermisst
Ernst Hamannvermisst
Fritz Makobenvermisst

 


Kontext: Zweiter Weltkrieg - Kriegsfolgen


Sechs Millionen europäische Juden fielen dem Rassewahn der Nationalsozialisten zum Opfer, in weiten Teilen Europas war jüdisches Leben ausgelöscht.

Der Zweite Weltkrieg bedeutete in erster Linie eine menschliche Tragödie. Die Kriegshandlungen selbst sowie ihre unmittelbaren Folgen hatten weltweit etwa 60 bis 70 Millionen Menschen das Leben gekostet, in der Mehrzahl Zivilisten. Allein die Sowjetunion beklagte 27 Millionen Tote, knapp die Hälfte davon Angehörige der Roten Armee, von denen wiederum jeder Vierte nicht im Kampf fiel, sondern in deutscher Kriegsgefangenschaft umkam. Dagegen hatte der Aggressor Deutschland mit 6,35 Millionen Toten – weit überwiegend Soldaten – sowohl absolut wie auch im Verhältnis zur Bevölkerungszahl deutlich weniger gelitten.

Der Weltkrieg hatte überdies die Gesundheit von Millionen Menschen mehr oder weniger schwer und dauerhaft geschädigt. Ihre Zahl lässt sich auch nicht annähernd genau schätzen. Noch lange Zeit nach Kriegsende prägten körperlich schwer geschädigte Opfer des Krieges das Straßenbild in den betroffenen Ländern. Sie stellten jedoch nur die "Spitze eines Eisbergs" dar. Vielen Kriegsinvaliden war ihre Versehrtheit nicht anzusehen. Weitgehend unsichtbar blieben die vom Krieg verursachten seelischen Schäden. Allein in Deutschland lebten unmittelbar nach dem Krieg eineinhalb Millionen körperlich und seelisch Versehrte beider Weltkriege, die staatliche Versorgungsleistungen erhielten.